Donnerstag, 24. März 2016

Ann-Kathrin Karschnick goes Steampunk

Steampunk ist ja gerade in aller Munde - ich arbeite selbst gerade an einer passenden Idee. Meine liebe Kollegin Ann-Kathrin Karschnick war da mit ihrem "Rack" schneller. Rasante Geschichte im viktorianischen England, das lässt zumindest der Klappentext vermuten. Ann-Kathrin Karschnick war so nett, mir mehr über ihren ersten Steampunk-Ausflug zu erzählen:


Buchtitel
Rack

Genre/Zielgruppe
Steampunk-Thriller; Jugendliche und Erwachsene

Eigene kurze Vorstellung des Buches
Rack ist eine Novellenreihe, in der es um den Detektiv Rack und vier weitere Personen geht. Rack wird von Lady Cunningham angeheuert, um einen Mordanschlag auf sie aufzuklären. Ob und wie genau sie das aufklären, das muss man schon nachlesen. Ich verrate nur so viel: Es ist mehr als unkonventionell. ;)

Für alle, die Dich noch nicht kennen, magst Du Dich kurz vorstellen?
Jetzt könnte ich ernst antworten, aber jeder, der mich auch nur ein paar Minuten irgendwo getroffen hat, der weiß, dass ich eine fröhliche Person bin. Ich lache gerne, trage eigentlich immer auf den Messen und Lesungen mein grünes Kleid und bin ständig am Schreiben und Entwickeln von neuen Ideen. Ansonsten bin ich 30 Jahre alt und komme aus Schleswig-Holstein, wo ich immer noch lebe.

Steampunk ist ja doch eher ein Nischengenre. Warum hast Du Dich nach Dystopie und Erotik dafür entschieden?
Steampunk macht einfach Spaß. Man hat so viele Möglichkeiten neue Erfindungen mit schon existierenden Dingen zu entwickeln. Und das macht Laune und motiviert zum Weiterschreiben. Steampunk ist sicher ein Nischengenre, aber es hat trotzdem sehr treue Leser und die Szene ist extrem aktiv untereinander.

Magst Du uns Deine Hauptfiguren etwas näher vorstellen?
Aber sicher. Rack ist Detektiv, der vor etwa 10 Jahren auf einem Feld bei Victoria – seiner Heimatstadt – aufgewacht ist. Er hat keine Ahnung von seiner Vergangenheit und hat eine Fähigkeit, die ich hier noch nicht verraten möchte. Nur so viel: Er hat diese Fähigkeit nicht von Geburt an.

Bei der Beschreibung im Klappentext, dass eine Gruppe Menschen trotz aller Unterschiede zusammenarbeiten müssen, um überleben zu können, kann man ja durchaus einen Bezug zu aktuellen Geschehnissen in der „echten“ Welt herstellen. War das auch Dein Hintergrund/Hintergedanke?
Ehrlich gesagt habe ich bei den aktuellen Geschehnissen nicht daran gedacht, diese Geschichte zu schreiben. Ich versuche zwar immer wieder aktuelle Geschichten der Welt einzubauen, aber es in solch einem Umfang einzubauen, wäre zu politisch geworden und das sollte nicht bei Rack passieren. Die Idee zu Rack kam mir im Gespräch mit meinem Verleger. Wir schrieben etwa 20 Minuten und hatten dann das Grundkonstrukt für Rack.

Hast Du eine Lieblingsstelle in Deinem Buch?
„Rack! Was ist passiert?“, fragte die bekannte Stimme des kleinen Giftzwergs, der gerade aus dem Mandantenzimmer gestürmt kam. Seine braunschwarzen, krausen Haare wackelten noch, als er vor mir hielt. Die kleine Nervensäge hatte mir gerade noch gefehlt.
„Theo, geh wieder Akten sortieren. Ich komm schon klar!“
Ich wusste sofort an seinem missbilligenden Blick, dass er mir kein Wort glaubte. Seit ich den Jungen vor fast acht Jahren aufgenommen hatte, wusste Theo jede meiner Gefühlsregungen schon im Ansatz zu deuten. Er war der einzige, der sie zu erkennen gelernt hatte und den ich daher nicht anlügen konnte, egal wie sehr ich es versuchte. Wahrscheinlich hätte ich weniger Zeit mit ihm verbringen sollen.
„Ernsthaft, Rack.“ Theo stemmte eine Hand in die Hüfte und kam auf mich zu. Er erinnerte mich an eine keifende Ehefrau aus einem dieser Schmierenkomödien in Josies Bar, direkt neben meinem Büro. „Du willst mir weißmachen, dass Mr. Fallens Besuch gerade eben und seine lautstarke Forderung nach der Miete nichts mit deinem derzeitigen Gemütszustand zu tun hat? Du scheinst zu glauben, dass meine Mutter mir als Kind Pombe anstelle von Muttermilch gegeben hat!“
Ich schnaubte und schob ihn beiseite, um zum schweren Eichentresen des Empfangsraums zu gehen. „Deine Mutter starb, als du noch nicht einmal Haare auf dem Kopf hattest. Geh wieder Akten sortieren. Ich komm schon klar.“
Das zeigt so schön die Stimmung zwischen Rack und Theo. ;)

Hast Du einen Leitspruch, nach dem Du lebst?
Leben? Eigentlich nur: Leben und freuen, ich habe nur eines.
Schreiben: The first draft of everything is shit (Hemingway)

Wie wird es mit Dir schriftstellerisch weitergehen? Was erwartet uns 2016?
Oh, es kommen noch 5 Teile von Rack dieses Jahr raus. Dazu noch 2 Übersetzungen, die ich gemacht habe. Außerdem wird mein erster Roman beim Papierverzierer Verlag „Phoenix-Tochter der Asche“ ins Englische übersetzt und erscheint wohl noch 2016 zumindest als ebook schon mal. Das ist natürlich eine große Ehre für mich.
Das größte Projekt allerdings wird #geheimprojekt26, das ich zusammen mit 7 anderen Autorinnen schreibe. Lasst euch überraschen, was euch da erwartet.

Autorenseite, Blog, Facebook, Amazon, Lovelybooks o.ä.

Zum Abschluss ein paar Quickies:
Sekt oder Bier? - Sekt
Kekse oder Torte? - Keks
Meer oder Berge? – Meer eindeutig
Hund oder Katze? – oder
Iron Man oder Captain America? Iron Man (Sein Humor ist einfach genial, auch wenn die Oberarme von Cap schon ein eigenes Argument für sich sind)

Vielen Dank, liebe Ann-Kathrin für das Interview! Auf amazon gibt es übrigens gerade exklusives Bonusmaterial zur Reihe: RACK Bonus

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