Samstag, 18. November 2017

Schreiben, was ich mag, oder was der Masse gefällt?

Jedes Mal, wenn ich eine Honorar-Abrechnung für meine Bücher bekomme, kommen die Zweifel und zwangsläufig die Frage in mir hoch:


Schreibe ich weiterhin, was ich mag, oder richte ich mich mal nach dem, was der Masse gefällt?

Viele sagen jetzt wahrscheinlich sofort "bleib Dir treu", "verbieg Dich nicht, um anderen zu gefallen", "mir gefallen Deine Bücher genau so" ... Selbst Sebastian Fitzek sagte das neulich in einem Interview. Bisher habe ich es auch so gehandhabt. 
Ich schreibe, was ich gern lesen möchte, auch wenn es eben nicht Mainstream ist. 
Anstatt meine Geschichten "allgemeingefällig" zu gestalten, habe ich lieber an meiner Schreibe gearbeitet (Schreiben ist ja auch ein Handwerk, nicht nur eine Leidenschaft, und muss kontinuierlich verbessert werden) und entwickle kontroverse, manchmal nicht ganz leichte Charaktere, anstatt den üblichen Klischees zu folgen.
Dennoch kommen mir immer wieder Zweifel, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin, und ich möchte euch gern erzählen, warum:
Als ich vor ein paar Jahren anfing, zu schreiben, war das nicht mit dem Hintergedanken, das Buch auch zu veröffentlichen. Das ist mittlerweile anders. Wenn ich jetzt eine Geschichte beginne, dann möchte ich sie "an den Verlag" bringen und veröffentlichen. Ich möchte, dass sie gelesen wird und, ja, ich möchte, dass sie vom jeweiligen Verlag und vom Leser wertgeschätzt wird, denn immerhin steckt in jedem meiner Bücher viel Liebe und noch mehr Arbeit.

Bisher habe ich das geschrieben, was mir gefiel. Das kam im Großen und Ganzen gut an, hier und da eckte ich jedoch auch mit meiner Sicht der Dinge an - oder eben mit der Tatsache, dass sich meine Bücher schlecht in Schubladen packen lassen. Stört mich im Grunde nicht, aber das macht sich natürlich bei den Verkaufszahlen bemerkbar, denn der Mensch braucht Schubladen. Er will vorher wissen, worauf er sich einlässt.

Das fällt mir vor allem auf, wenn ich andere Titel beobachte, die mehr Mainstream sind als meine. Bücher, die z. B. gerade den vorherrschenden Hype bedienen. Sicherlich spielen viele Faktoren eine Rolle, warum ein Buch mehr gekauft wird als andere (Bekanntheitsgrad der Autorin, Cover, Klappentext, Mundpropaganda, Werbung durch den Verlag, Glück, Laune der Leser usw usf.). Dennoch sind Trends und sogar Themen und Plots erkennbar, die beim Leser insgesamt gut angenommen werden und sofort auf Begeisterung stoßen. Passt man da nicht rein, ist es schwer, auf sich aufmerksam zu machen.

Veröffentlichen ist zudem auch ein Geschäft. Ich investiere sehr, sehr viel Zeit in das Schreiben (z. B. in Charakterausarbeitung, Recherche, Plotten, zig Überarbeitungsgänge, etc), das gesamte Veröffentlichungsprozedere und natürlich - ein Riesen-Zeitfaktor - das Marketing! Da möchte ich natürlich schon, dass am Ende etwas übrig bleibt. Dass "etwas dabei rumkommt", wie man so schön sagt. Denn ansonsten hätte ich ja auch einfach für mich allein in meinem Kämmerlein schreiben und mich an meinen Geschichten erfreuen können (was mir eine Menge Arbeit und Ärger erspart hätte, aber das ist ein anderes Thema).

Also vielleicht doch mal "nur" einen Liebesroman oder Krimi - beides ganz ohne Fantasy? Oder weniger Blut, dafür mehr Glitzer? Oder mehr Liebesgeplänkel anstelle von zwischenmenschlichen Problemen oder womöglichen Werten, die von unserer Gesellschaft ohnehin nicht mehr fokussiert werden? Vielleicht auch eine Märchenadaption anstelle meines ganz eigenen Genremix? Sprich: irgendetwas, auf das die Leser gerade total "abfahren" und was sich auch verkauft.
Will ich das?


Will ich schreiben, was die Leute lesen wollen, um auch mal einen Kassenschlager zu landen und aus der breiten Masse herauszustechen (und vielleicht tatsächlich irgendwann von der Schreiberei leben zu können)?

Oder bleibe ich bei meinem ganz eigenen "Florean-Genre", liefere beständig saubere Arbeit ab, verkaufe kontinuierlich im eher bescheidenen Rahmen und schaffe mir so ein solides, aber dauerhaftes Zubrot?

Ich muss gestehen, ich hab keine Antwort darauf! Sagt mir doch mal eure Meinungen dazu. Wie seht ihr das? Was würdet ihr tun? Lohnt es überhaupt, sich darüber Gedanken zu machen?

Kommentare:

  1. Ich schreibe eine Buchreihe, die nicht massentauglich ist. Das ist mir auch bewusst, und ich schreibe sie trotzdem, weil das mein "Herzensprojekt" ist. Daneben schreibe ich inzwischen auch Novellen, von der auf Anhieb mehrere Hundert LeserInnen hatte. Das schöne ist, dass auch diese ein Herzensprojekt von mir war. Wenn ich mir überlege, wieviel Zeit und Mühe ich ins Schreiben investiere, fällt es mir wesentlich leichter, Herzensprojekte anzugehen, als etwas massentaugliches, mit dem ich mich nicht identifizieren kann. Selbst wenn das bedeutet, dass ich weniger Bücher verkaufe.

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  2. Es mag fies klingen, aber: Wenn du damit Geld verdienen willst, wirst du dich dem Mainstream anähern.

    Es ist ein schönes Ideal, dass Kunst einzigartig ist und der Künstler nichts als seine eigene Kunst im Sinn hat. Vielleicht steckt dahinter das Bedürfnis nach Akzeptanz. Künstler zeigen uns, dass man zu seinen Eigenheiten stehen kann und mit diesen geachtet wird. Sich dem Mainstream zu beugen wäre eine Niederlage.

    Aber die Künstler, die ich getroffen habe (was nicht repräsentativ ist), sind irgendwann an den Punkt gekommen, an dem sie sich am Mainstream orientiert haben, um Geld zu verdienen. Und kleine Herzensprojekte nebenbei. Es ist keine Entscheidung, nur noch etwas zu produzieren, das man nicht mag. Sondern die Frage, ob man nur noch schreiben will oder sich mit einem Brotjob sein Leben finanziert und das Schreiben als Nebenberufung betreibt. Vielleicht ermöglicht der Mainstream manchen Autoren sogar, dass sie überhaupt schreiben können; auch wenn man Mainstream schreibt, bringt man eigene Gedanken ein und Leidenschaft. Indem man die Form "dem allgemeinen Leser" anpasst, kann man eigene Ideen einbringen und davon leben. Ich finde das traurig. Aber es kommt darauf an, was dich glücklich macht.

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    1. Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich denke, Dein letzter Satz trifft es: es kommt darauf an, was einen (oder in diesem Fall mich) glücklich macht. Darüber werde ich mal ganz genau nachdenken.

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  3. Hallo Sandra,
    es gibt da kein richtig oder falsch. Du kannst auch mit einem Mainstream-Roman links liegen gelassen werden. Und zwar sowohl von Verlagen, als auch von den Lesern. Nur, weil man nach den aktuellen Lesevorlieben schreibt, heißt das ja nicht, dass das Buch angenommen wird.
    Zunächst einmal muss jeder für sich überlegen, wie er für sich „Erfolg“ definiert. Für den einen sind es eine Hand voll begeisterter Leser/Fans, für den anderen die finanzielle Absicherung durch einen Vollzeitjob Schreiben.
    Ab wann ist für dich ein Buch ein „Kassenschlager“? Wenn dein Buch eines würde, würdest du dann auch weiterhin in diesem Genre schreiben, nur weil du viel Geld dafür bekommen würdest? Auch wenn es gar nicht deinem Genre entspricht? Verbiegen zu Gunsten des Mainstreams bringt meiner Meinung nach nichts. Der Leser merkt sofort, wenn ein Autor kein Herzblut in seine Schreibe legt.
    Und mit dem Vorsatz „Jetzt schreibe ich einen Bestseller“ an die Tasten zu gehen und einen Solchen zu liefern, ist sicherlich noch keinem Autor gelungen.
    Versuche es mal: Plotte zum Beispiel einen Krimi. Spüre in dich hinein. Wenn es sich gut anfühlt, mach weiter. Wenn nicht, höre auf. Es ist gut, sich auszuprobieren und neue Schreibwelten auszutesten. Aber nicht, um einen tollen Roman zu schreiben, sondern um Neues zu lernen und seinen eigenen (Schreib-)Horizont zu erweitern.
    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Hallo liebe Sandra,
      vielen Dank für die lieben und aufmunternden Worte. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass man mit einem anderen Hintergedanken an ein neues Genre herangehen muss. Ich glaube, das probiere ich tatsächlich mal. Einfach, um es probiert zu haben.
      Viele Grüße
      Sandra

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  4. Ich denke, du solltest das tun, was sich richtig für dich anfühlt.

    Auch wenn du im Moment keine Antwort hast, denke ich, dass sie tief in dir schlummert. Ich könnte mir vorstellen, dass du lieber bei deinem Stil bleiben möchtest, denn das bist halt du und das ist gut so. Nichts desto trotz kannst du die andere Variante ja mal ausprobieren, zumindest einen Anfang schreiben und gucken, ob dich das glücklich macht.

    Ich kann nur sagen, dass ich ein Buch geschenkt bekommen habe, um das ein riesen Hype gemacht wurde. Alle fanden es klasse, auch in den Medien wurde es gelobt. Letztendlich habe ich das Buch nach 4-5 Kapiteln abgebrochen, auch beim zweiten Versuch Monate später...

    Sandra, bleib einfach so wie du bricht und wie bereits gesagt, schreib so, wie es sich richtig für dich anfühlt. Alles andere merkt der Leser garantiert. ❤️

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    1. Danke für die lieben Worte! Es zu versuchen, um zu sehen, ob es sich richtig anfühlt, scheint ein guter Plan zu sein. Das werde ich versuchen!

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    2. 😱 Autokorrektur... Bleib so wie du bist sollte das heißen.
      Lass dich einfach von deinem Herzen leiten und deine Fans werden, das denke ich zumindest, auch etwas Neues/ Anderes von dir kaufen um dem eine Chance zu geben. Ob es dann gefällt oder nicht werden sie dir dann bestimmt mitteilen. 😘

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  5. Hallo Sandra, du erwähnst Sebastian Fitzek. Der bekam vor seiner ersten Buchveröffentlichung zu hören, dass Deutsche keine Thriller schreiben, er soll sich ein anderes Genre suchen. Und verkauft werden nur Thriller, auf denen ein nordischer Name steht. Und wieder einmal muss J.K.Rowling herhalten, die gesagt bekam, dass keine Eltern Zauberei in Kinderbüchern kaufen. Das sei unrealistisch und würde den Kleinen nicht die Welt erklären. 27 Verlagsabsagen, die sich jetzt alle in den Hintern beissen. Und ja, ich habe mir auch schon überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, so einen Schmachtliebesroman zu schreiben, anscheinend ist damit viel Geld zu machen. Ich denke sogar, das bekäme ich hin. Aber ich würde damit viel Lebenszeit und Energie verschwenden auf etwas, was mir gar nicht am Herzen liegt. Klar wäre es schön, von verkauften Büchern leben zu können. Welcher wo auch immer angesiedelte Autor träumt nicht davon? Aber wo bleibt der Wert? Für dich, für deine Authentizität, für dein Bankkonto? Wir freuen uns über die Vielfalt der Kulturen, ernähren uns vielfältig, gestalten unser Leben abwechslungsreich. Und das sollten Bücher auch sein.

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  6. Ich kann den anderen Kommentaren nur zustimmen und wollte noch anmerken, dass du auch bedenken solltest, ob deine jetzigen Fans auch komplett andere Genres von dir kaufen würden. Vielleicht verlierst du dann auch einiges Leser. Kommt sicherlich auf die Art der Geschichte an aber evtl. würden manche Fans das Gefühl bekommen, du würdest dich zu sehr verbiegen und wären eher enttäuscht.

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    1. Hallo liebe Alica,
      das ist ein wichtiger Punkt, den, meine ich, noch keiner angesprochen hat. Denn ich habe ja eine tolle und vor allem sehr treue Fangemeinde. Die möchte ich natürlich ungern verprellen!

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  7. Sehr interessant - denn auch ich habe mich mit dem Thema mal beschäftigt. Ich selbst habe ja inzwischen in verschiedene Genre geschrieben, fühlte mich in allen Gebieten wohl, doch habe ich bisher kein Buch geschrieben, um dem allgemeinen Trend zu folgen.
    Ich denke, ein authentischer Schriftsteller, der mit Leib und Seele hinter seinen Geschichten bzw. Protagonisten stehen, überzeugt.

    Irgenwie sitzen wir ja alle im gleichen Boot und träumen vom großen Durchbruch! ;)



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  8. Die Frage ist: Was willst Du? Geld verdienen, vom Schreiben leben? Dann führt wohl am Mainstream oder einer guten Nische nichts vorbei.
    Dich verwirklichen? Der Welt etwas von dir hinterlassen? Dann bleib du und authentisch! ;-)

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  9. Gute Morgen meine Liebe Sandra 😊
    Wenn es nach mir geht, dann bleib bitte bei dem was du tust, denn es ist wundervoll. Vorallem wie deine Figuren miteinander umgehen.
    Was ich mir um ehrlich zu sein eher vorstellen kann, was das Problem ist ist folgendes: auch wenn deine Vampire und Gestaltwandler anders sind, sind viele einfach wahnsinnig damit übersättigt und haben gar keinen Lust "noch einen" zu probieren. Ich habe mich damals durch die Blogtour auf dich und deine Bücher eingelassen und es definitiv nicht bereit, weil es eben nicht noch so einer ist. Aber das wissen die meisten eben leider noch nicht..

    Das ist ein schwieriger Thema und ich kennen es von ein paar Leute, die einfach immer mal wieder einen Schmonzette oder was den Leuten gefällt dahin werfen, einfach damit eben doch etwas mehr Geld in die Kasse kommt und sie das finanzieren können was sie lieben 🤔 du könntest das ganz ja unter einem Pseudonym verbreiten und musst nicht mit deinem Namen hin halten - das vielleicht noch als Überlegung?
    Was ich aber zugeben muss was ich wirklich auch liebe sind Märchenadaptionen 💜 und das könnte ich mir bei dir sogar vorstellen. Gewiss eher düsterer aber hey, es ist etwaaanderes und doch das was die Leute wollen und ich fände es ein tolles Experiment 😊 ich weiß leider nicht wie sich das Vampirmärchen von Vanessa Carduie verkauft hat, aber es hatte mir sehr gut gefallen!

    Egal wo dein weg dich hinführt ich habe dich weiter im Blick, auch wenn ich dir womöglich nicht in den Bereich der Krimis und eventuell auch nicht in den der Liebesromane folgen werde. Aber ich würde es mir zumindest mal anschauen 😉

    Alles Liebe,
    Franzy

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    1. Hallo liebe Franzy,

      das ist so lieb geschrieben! Was das Thema Vampire angeht, sind die Meinungen so wechselhaft wie das Wetter hier im Norden. Ich liebe sie ja einfach, habe sie aber bei "Die Seelenspringerin" z.B. bewusst nicht in den Vordergrund gestellt, sondern all die anderen Wesen dazu geholt. Ich denke mal, so oder so, werde ich untoten Gesellen nach meinen nächsten zwei Projekten mal ruhen lassen. Dann hab ich genug Blutsauger auf die Welt losgelassen. Und mal sehen, wohin es mich treibt - und ob ich mit einem Kompromiss leben kann. Denn den Spaß möchte ich nicht verlieren und euch Leser erst recht nicht!
      Liebe Grüße
      Sandra

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  10. Auch ich kann den obigen Kommentaren nur zustimmen. Ich glaube, wenn man ohne Herzblut schreibt, merken das die Leser sehr schnell, weil die Geschichte keine Tiefe hat. Ich habe schon so manches sog. Hype Buch deswegen in die Ecke geschmissen. Und Mainstream bedeutet nicht automatisch gut, jedenfalls für mich nicht. Ich jedenfalls werde weiterhin das Schreiben, was ich gerne selber lesen würde und das sind keine oberflächlichen Bücher.

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  11. Es ist so fies, zu merken, dass man schlechtere Chancen hat, weil man weder ein Liebespaar, noch einen Thriller schreibt :D An dem Punkt war ich auch ein paar Mal. Wobei es ja auch bei Fantasy Themen gibt, die mehr gekauft werden, als andere. Mir z.B. wird regelmäßig gesagt, dass ich bitte mehr Liebe in meine Bücher schreiben soll. (Stichwort Romantasy). Oder das Steampunk einfach ein Nischenthema ist, dass in Deutschland nicht genug Abnehmer hat. Diese wirtschaftlichen Überlegungen kann ich gut nachvollziehen. Schließlich schreibt man, um gelesen zu werden, und druckt Bücher, um sie zu verkaufen. Gleichzeitig wird man als Autor mit dem Schreiben selten reich und ich habe für mich entschieden, dass ich dann zumindest nur Geschichten schreiben möchte, die ich aus tiefstem Herzen liebe. Das können auch mal Mainstreamgeschichten für einen Publikumsverlag sein, denn Mainstream ist ja nicht automatisch schlecht. Tatsächlich habe ich mal die Idee eines Verlages geschrieben, einfach weil sie sehr gut zu mir passte. Aber das ist eben die Voraussetzung für mich - die Idee muss für mich passen, dann darf es auch gerne Mainstream sein. Oder eben Steampunk oder Romane, ohne klassische Liebesgeschichte. Also wenn es z.B. im Fantasy eine Thematik gibt, die sich gut verkauft und dir gefällt, prima! Hau rein! Aber wenn du ein Thema nur schreibst, damit es sich verkauft - und dann ja auch mehr als ein Buch dazu schreiben musst, um dir eine feste Leserschaft zu erarbeiten, dann könnte es passieren, dass du damit auf Dauer nicht glücklich wirst.

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  12. Liebe Sandra,
    aus eigener Erfahrung möchte ich dir sagen: Die Mischung macht es. Ich schreibe im Wechsel Geschichten, die ICH schreiben will, und solche, die die Masse will. Es ist heutzutage relativ einfach geworden, ein eBook zu schreiben und in die Top20 der Amazon Charts zu befördern - vorausgesetzt, man bedient ein paar Klischees (die, wenn man herumfragt, keiner mehr lesen will, die dann aber doch wieder von der breiten Masse gekauft werden). Das richtige Cover und der richtige Klappentext, ein paar Eckpunkte bedienen (man sehe sich nur besagte Top20 an, dann weiß man, was "geht"), und man hat (ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu) quasi einen Selbstläufer (vollkommen unabhängig davon, was im Buch drinsteht ...). Und wer mal da oben steht (und sei es nur kurz), der hat erstmal das finanzielle Polster, dann wieder eine Weile das zu schreiben, was er oder sie SELBST schreiben will. Und: Manchmal überrascht es einen und man kommt wie die Jungfrau zum Kind. Und ein Buch, von dem man sich überhaupt nichts verspricht, geht plötzlich ab wie Schmidts sprichwörtliche Katze.
    Man kann übrigens die verschiedenen Schreib-Richtungen sehr schön mit unterschiedlichen Pseudonymen voneinander trennen. Viel Erfolg weiterhin!

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  13. Hallo Sandra,
    ich hab mit Interesse deine Fragen und auch die Kommentare gelesen. Mein Geschmack ist meistens nicht sonderlich massentauglich, daher bin ich die falsche Person, dir was zu raten. Vielleicht ist es tatsächlich die Mischung. Ich stelle es mir schwer vor, etwas zu schreiben, das mich nicht interessiert.
    Sandra, ich hab deinen Beitrag bei meiner Blogwanderung verlinkt.
    Gruß,
    Daniela

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